Aurelia V. Steiner
Das Begleitstück zum Roman

Die Reise

Der Roman beginnt an einem Gate und endet in einem Tal, das auf keiner Karte steht. Dazwischen: achtzehn Stunden Flug, ein Pass, ein Jurtencamp, eine Liebe. Hier ist die Route – so weit die Karte reicht. Scrolle die Stationen entlang: Der Punkt reist mit, die Karte fliegt hinterher, und die Bilder ziehen die Schärfe erst unter deinem Blick.

SIN
Singapur Changi · Gate C42
9 h
IST
Istanbul · 4 h Transit
4 h
FRU
Bischkek Manas
🚙
?
jenseits der Karte
· AB HIER KEINE KOORDINATEN MEHR ·
STATION 01 · SINGAPUR

Changi Airport, Gate C42

1.3644° N, 103.9915° E

Meis Leica findet kein Motiv mehr: Durch den Sucher ist alles überbelichtet. Auf einem Werbebildschirm erscheint die Anzeige für ein Retreat in Kirgistan – eine Jurte in goldenem Licht.

Mei am Gate C42, auf dem Werbebildschirm die Jurte
Gate C42 – die Anzeige, die alles beginnt
Mei senkt die Leica, die Welt hinter ihr brennt überbelichtet aus
Überbelichtung – die Welt brennt aus
Mei am Gate-Fenster, das Rollfeld im Morgendunst
Am Fenster – das Rollfeld im Morgenlicht
Kapitel 1 · Die Kamera findet kein Motiv
STATION 02 · TÜRKEI

Flug & Transit Istanbul

41.2753° N, 28.7519° E

Neun Stunden Flug, vier Stunden Transit in wärmerem, gelberem Licht; Tee im Glas mit silberner Fassung – ein Detail, das Mei früher fotografiert hätte.

Mei im Transit in Istanbul, Tee im Tulpenglas
Transit – der Tee, den sie nicht fotografiert
Mei klein in der goldenen Transithalle von Istanbul
Istanbul – die goldene Halle
Tulpenglas mit Tee in silberner Fassung, daneben die Leica
Das Teeglas – ungeknipst
Kapitel 1
STATION 03 · KIRGISTAN

Flughafen Manas, Bischkek

43.0613° N, 74.4776° E

Grauer Beton statt optimierter Geometrie. In der kalten, trockenen Bergluft ahnt Mei zum ersten Mal seit Monaten, dass Sehen wieder möglich sein könnte.

Mei tritt aus dem Terminal von Manas in die kalte Bergluft
Manas – die erste kalte Luft
Mei wartet am alten Gepäckband der Ankunftshalle
Manas – die Ankunftshalle
Mei winzig vor der Wand aus Schneebergen
Manas – die Wand aus Bergen
Kapitel 1
KARTENRAND · Ab hier nennt der Roman keine Orte mehr. Das Hochtal, das Camp, die Quelle – sie bleiben bewusst namenlos. Die gestrichelten Punkte auf der Karte sind geraten: ungefähr dort, wo die Erinnerung sie hinlegt. »Der leere Rahmen sagt: Sieh hin. Nicht: fotografiere.«
STATION 04 · ÜBER DEN PASS

Die Jeep-Fahrt

--° N, --° E

Ein dunkelroter Jeep bringt Mei über Serpentinen und eine Schotterpiste ins Hochtal; Aizada und die Stute Mara beobachten die aufsteigende Staubwolke vom Zaun aus.

Der rote Jeep auf der Serpentinen-Schotterpiste
Der rote Jeep – über den Pass
Aizada und die Stute Mara beobachten die Staubwolke im Tal
Aizada am Zaun – die Staubwolke
Rast auf der Ladefläche im Regenlicht
Rast auf der Ladefläche – Studie
Kapitel 2–3 · Die Stute ist nervös
STATION 05 · DAS HOCHTAL

Das Jurtencamp

--° N, --° E

Zwei Wochen Digital-Detox-Retreat: Shyrdak-Filzteppiche, Buttertee mit Salz, das Tündük als Lichtkreis über dem Schlafplatz. Hier beginnt die langsame Annäherung zwischen Mei und Aizada.

Mei steigt aus dem Jeep, Aizada wartet am Zaun
Ankunft – Aizada wartet am Zaun
Das Licht fällt durch das Tündük auf die Filzteppiche
Weißabgleich – das Tündük
Mei und Aizada beim Buttertee am Ofen
Buttertee – die erste Stille
Aizada führt die Stute, Mei sitzt ohne Kamera im Sattel
Die Reitstunde – ohne Kamera · Kap. 7
Aizada Stirn an Stirn mit der Stute Mara
Mara – Stirn an Stirn
Kapitel 3–7 · Weißabgleich
STATION 06 · HINTER DER FELSKURVE

Die heiße Quelle

--° N, --° E

Bei einem abendlichen Bad erzählt Aizada die Geschichte ihrer Narbe; Mei begreift, was Tiefenschärfe wirklich bedeutet: eine Entscheidung, was scharf sein darf.

Mei und Aizada in der dampfenden heißen Quelle
Die heiße Quelle – Bokeh
Der Pfad hinter der Felskurve, Dampf steigt zwischen den Felsen auf
Hinter der Felskurve – der Dampf
Die Quelle vor der Bergwand
Die Quelle – vor der Bergwand
Kapitel 8 · Bokeh
STATION 07 · OBEN

Die Jailoo – Sommerweide

--° N, --° E

Ein Ritt hinauf auf die endlose Hochweide, wo der Himmel flach auf den Berggipfeln ruht und zwei Hände beinahe einander berühren. Auf dem Rückweg zwingt ein Gewitter die beiden unter einen Felsvorsprung.

Zwei Reiterinnen auf der endlosen Sommerweide
Die Jailoo – zwei Reiterinnen, ein Himmel
Mei und Aizada unter dem Felsvorsprung im Gewitter
Gewitter – unter dem Fels · Kap. 11
Kuss im Regen am Bergpfad
Kuss im Regen – Studie
Das warm leuchtende Zelt auf der dunklen Sommerweide
Das Zelt auf der Jailoo · Kap. 9
Unter der Plane, der Regen draußen
Unter der Plane – der Regen draußen
Kapitel 9–11 · Die Berge denken
STATION 08 · NACHT

Der Pass und der Sternenhimmel

--° N, --° E

Die Barrieren fallen: das rohe Morgenlicht, Nächte unter der Sternenkarte. Als Viviennes SMS die Außenwelt zurückbringt, steigt Mei allein zum Pass – und versteht die Goldene Stunde.

Mei und Aizada unter der Milchstraße vor der Jurte
Sternenkarte · Kap. 17
RAW – auf den Fellen
RAW – die Serpentinen im Tal · Kap. 14
Mei allein am Pass unter der Milchstraße
Allein am Pass – unter der Sternenkarte
Mei porträtiert Aizada im goldenen Morgenlicht
Morgenlicht – das letzte Porträt · Kap. 19
Mei allein am Pass in der Goldenen Stunde, Kamera gesenkt
Die Goldene Stunde – ohne Auslöser · Kap. 20
Kapitel 14–20 · Goldene Stunde
STATION 09 · ZURÜCK

Abschied – Rückreise nach Berlin

52.52° N, 13.405° E

Mei packt, findet Aizadas leeren Holzrahmen aus Zirbelkiefer auf der Schwelle und geht mit der Gewissheit, wiederzukommen.

Hände schnitzen den Rahmen aus Zirbelkiefer am Feuer
Der Rahmen aus Zirbelkiefer
Blick durch das staubige Heckfenster: Aizada und Mara werden klein
Abschied – der Blick zurück
Der leere Zirbelkiefer-Rahmen an der Jurtenwand
Der leere Rahmen: Sieh hin.
Kapitel 20
»Wenn man die Goldene Stunde nicht mehr verzweifelt einfängt, sondern sie selbst wird.« Aurelia V. Steiner, Tiefenschärfe, Kapitel 20: Goldene Stunde
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